Zusammenfassung Netzwerktreffen 12. November 2025

Liebe Netzwerkteilnehmende,

am 12.11.2025 fand unser Netzwerktreffen mit rund 140 Teilnehmenden aus allen wichtigen Handlungsfeldern statt. Im Fokus stand die Vernissage von insgesamt 13 Berufsgruppen. In dieser Vernissage, hatten die Berufsgruppen die Möglichkeit Ihre bisherige Mitarbeit am Leitfaden vorzustellen. Nach einer Begrüßung und kurzen Einführung zum Thema „Haltung im Netzwerk“, durch die Koordinierenden im Netzwerk Kinderschutz, konnten die insgesamt 13 berufsspezifischen Arbeitsgruppen anhand Ihres Flowcharts den Ablauf beim Verdacht der Kindeswohlgefährdung in Ihrem Handlungsfeld / Berufsfeld darstellen. In einem knapp 2-stündigen Austausch konnten Fragen zu den Abläufen gestellt werden und mögliche Schnittstellen diskutiert werden. Dies trug zur Förderung des Austausches und der Vernetzung zwischen den Berufsgruppen bei.

Ziel des Netzwerktreffens war es, ein gemeinsames Verständnis für die Abläufe und Schnittstellen im Kinderschutz zu gewinnen, sowie darüber hinaus für die unterschiedlichen Perspektiven der Berufsgruppen, im Kinderschutz zu sensibilisieren.

Zum Abschluss wurden die Teilnehmenden gebeten, anhand folgender Fragen, ihren Eindruck des Netzwerktreffens sowie ein Fazit des Tages mitzuteilen:

An wen wendet ihr euch im Verdachtsfall zuerst?

Was war heute neu für mich?

Was würde ich ab morgen anders machen?

Die verschiedenen Berufsgruppen benötigen jeweils unterschiedliche Informationen und Zuständigkeiten voneinander, um Verdachtsfälle von Kindeswohlgefährdungen gut einschätzen zu können. Neu war für viele, dass die Justiz ein sehr transparentes System ist und wie entschieden wird, welches Verfahren eingeleitet wird. Die Flussdiagramme der unterschiedlichen Berufsgruppen zeigten ähnliche Grundstrukturen, aber unterschiedliche Einschätzungswege auf. Als wichtig wurde erlebt, dass es hilfreiche Informationen und klare Vorgehensweisen für Fachkräfte gibt, aber kindgerechte Informationen fehlen. Daraus entstand die Idee, einen Kinderschutz-Leitfaden für Kinder und Jugendliche zu entwickeln. Die Gespräche untereinander waren sehr wertvoll, zeigten aber auch, dass es Sprach- und Begriffsunterschiede zwischen den Berufsgruppen gibt, die Missverständnisse erzeugen können. Zukünftig würde man bewusster auf Zuständigkeiten, Dokumentationen und gemeinsame Abläufe achten, weil nun ein besseres Verständnis für die Perspektiven der anderen Berufsgruppen bestehe.

Mittels der Frage: „Was nehmen wir aus dem heutigen Tag mit und was braucht es, um im nächsten Jahr die Schnittstellenarbeit zwischen den Berufsgruppen zu gestalten?“ wurde das Resümee des heutigen Tages beendet und es gab noch einen Überblick über die Planungen 2026. 

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für ihre Mitarbeit.

Staatsanwaltschaft

Schule

Flowchart Berufsgruppe Schule, Versuch Zusammenführung

Polizei
Ablauf bei Kindeswohlgefährdung

öffentliche Kinder-und Jugendhilfe

KitaKTP
2025-05-27 Flowchart nach § 8a

Flowchart KTP

Kinder-und Jugendförderung
Verfahrensablauf8a_Untergruppe_Ehrenamt_KinderJugendarbeit

Justiz

InsoFa

Insofa Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung

Gesundheitswesen

Frühe Hilfen

Grafik_Wahrnehmung_Schutzauftrag (6)

freie Kinder-und Jugendhilfe

Fachberatung

Flowchart Vernachlässigung Fachberatungsstelle

EGH

 

Gemeinsame Verantwortung im Kinderschutz

Die Jugendämter des Kreises Minden-Lübbecke, der Stadt Minden, der Stadt Porta Westfalica und der Stadt Bad Oeynhausen bilden gemeinsam mit den Vertretern aus den Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe, Justiz, Schule, Kindertageseinrichtungen und des Gesundheitswesens im Kreisgebiet Minden-Lübbecke eine Verantwortungsgemeinschaft im Kinderschutz. In Verdachtsfällen von Kindeswohlgefährdung sollen die unterschiedlichen Handlungsfelder den Schutzauftrag wahrnehmen und kooperativ Handlungsschritte einleiten, um ein Kind bestmöglich vor weiteren Gefahren zu schützen.